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Liturgischer Gedenktag der seligen Maria Restituta Kafka
Zum liturgischen Gedenktag der seligen Maria Restituta Kafka wurde im Hartmannkloster ihrer als mutiger Zeugin des Glaubens gedacht.
Die Predigt von Direktor Mag. Martin Leitner zeichnete das Bild einer Frau, die schon früh entschied, ihr Leben „für Gott und die Menschen“ (aus der Seligsprechung am 21. Juni 1998) hinzugeben – nicht aus Anpassung, sondern aus einem tiefen Hinhören auf den Heiligen Geist.
Als Krankenschwester lebte Maria Restituta ihre Berufung mit großer fachlicher Kompetenz, Entschlossenheit und Herzlichkeit. Ihr Einsatz für Kranke und Arme machte sie im Krankenhaus Mödling zu einer prägenden Persönlichkeit. Diese innere Haltung führte sie auch dazu, sich dem nationalsozialistischen Regime zu widersetzen: Trotz Verbots ließ sie in den Krankenzimmern Kruzifixe anbringen – ein klares Bekenntnis zum Kreuz Christi und zur unantastbaren Würde des Menschen.
In der Predigt verband Direktor Mag. Martin Leitner ihr Lebenszeugnis mit den biblischen Lesungen: Der Geist Gottes führt zum Leben und zur Fruchtbarkeit, während Angst und Anpassung zum inneren Tod führen. Maria Restituta blieb diesem Geist bis zuletzt treu – selbst im Gefängnis und angesichts des Todes. Ihre letzten Worte waren ein radikales Glaubensbekenntnis: „Für Christus habe ich gelebt; für Christus will ich sterben.“
Ihr Beispiel fordert auch heute heraus: das Kreuz sichtbar zu machen – nicht provokant, sondern glaubwürdig. Durch Mitgefühl, Zivilcourage, Gebet und den Einsatz für Wahrheit und Gerechtigkeit. Die selige Maria Restituta ermutigt uns, im Geist zu leben und Frucht zu bringen – gerade in einer Welt, die Gott oft ausklammert.



