Gedenken an den Diener Gottes P. Wilhelm Janauschek zum 100. Todestag
Gedenken an den Diener Gottes P. Wilhelm Janauschek zum 100. Todestag
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Am 30. Juni 1926 starb nach langem schwerem Krebsleiden der Redemptorist P. Wilhelm Janauschek in unserem Krankenhaus „Hartmannspital“ (heute Franziskusspital Margareten). Seine außerordentliche Geduld und Ergebung in Gottes Willen wurden allseits bewundert und von unseren Schwestern als „heiligmäßig“ erachtet. Die Erinnerung an P. Janauschek und dessen Verehrung blieben in der Gemeinschaft stets erhalten.
Im Gedenken an den 100. Todestag des Dieners Gottes P. Wilhelm Janauschek feierte Bischofsvikar P. Lorenz Voith CSsR am 1. Juli 2026 in unserer Klosterkapelle mit Personen des St. Klemens Hofbauer-Komitees sowie mit weiteren Gästen und mit unseren Schwestern einen Gottesdienst. P. Michael Lidy CSsR nahm als Konzelebrant teil, auch P. Wolfgang Frühwirth OFM und ein Diakon waren anwesend.
In den Begrüßungsworten nahm Generaloberin Sr. M. Birgit Dorfmair u. a. Bezug auf die Chronik, die berichtet, dass die Eltern des P. Janauschek als Inhaber eines Lebensmittelgeschäfts große Wohltäter unserer Schwestern zur Zeit der Gründung der Kongregation waren.
Bischofsvikar P. Voith stellte in der Predigt den Lebensweg von P. Janauschek vor, seine Dienste im Apostolat und seine Leitungsaufgaben in der Gemeinschaft. P. Janauschek hatte erheblichen Anteil an der Heiligsprechung von Klemens Maria Hofbauer und war Gründungsobmann des Vereins „St. Klemens Hofbauer-Komitee“. (Heute ist P. Lorenz Voith dessen Obmann). Schon nach dem Tod von P. Janauschek setzte eine bemerkenswerte Verehrung ein, sodass im Jahr 1934 beschlossen wurde, die sterblichen Überreste vom Zentralfriedhof in die Kirche Maria am Gestade überführen zu lassen. Diese „Prozession“ gestaltete sich als Triumphzug, an dem tausende Menschen teilnahmen. (Unsere Chronik berichtet überdies, dass als Zwischenstation der Sarg drei Tage in unserem Kapitelsaal aufgestellt war und unentwegt die Menschen kamen, um den Verstorbenen zu ehren).
Im selben Jahr 1934 wurde in Wien der Seligsprechungsprozess für P. Janauschek begonnen und 1955 in Rom fortgesetzt. 2014 fand er seinen vorläufigen Abschluss, indem Papst Franziskus dem 1859 in Wien geborenen Redemptoristen den „heroischen Tugendgrad“ zuerkannte und die Bezeichnung „Ehrwürdiger Diener Gottes“ erlaubte. Obwohl mehr als 10.000 Gebetserhörungen vorliegen, bedarf es für eine Seligsprechung eine offiziell anerkannte Wunderheilung. P. Janauschek wäre damit der erste in Wien geborene Selige. Wegen seiner heroischen Haltung in der Krebserkrankung wird er besonders von Patienten mit derartiger Krankheit als Fürbitter angerufen.
Nach dem Gedenkgottesdienst führte der Weg zur „Janauschekkapelle“ in unserem Pflegebereich, wo sich ursprünglich das Krankenzimmer von P. Janauschek befand. Mit einem gemeinsamen Gebet gedachten wir des Dieners Gottes, der vor 100 Jahren hier seinen irdischen Lebensweg vollendete. All sein Leben und Leiden stand unter dem Motto „Wie Gott will, das ist das Beste“.
Aufgrund eines Erweiterungsbaus des Krankenhauses wurde das Krankenzimmer von P. Janauschek mit einem weiteren Zimmer als Spitalskapelle eingerichtet und am 28. Februar 1978 durch den ehemaligen Provinzial P. Dr. Alois Kraxner gesegnet. Im Rahmen der Umwidmung der Station zu einem Pflegebereich wurde die infolge eines Wasserschadens neu gestaltete Kapelle am 29. Juni 2007 von Kan. P. Lorenz Voith – damals Provinzial, heute Bischofsvikar der Diözese Eisenstadt – gesegnet.
Text: Sr. M. Hilda Daurer, Fotos: Sr. M. Birgit Dorfmair, Bischofsvikar Kan. P. Lorenz Voith CSsR











