+ Sr. M. Berchmana Neubauer

+ Sr. M. Berchmana Neubauer

Abschied

Ich will den Herrn loben
in meinem Leben,
meinem Gott singen und spielen,
solange ich da bin.
Ps 104,33

Gott, der Schöpfer und Herr unseres Lebens, hat unsere liebe

Sr. M. Berchmana

Maria Neubauer

am Montag, dem 13. Juli 2026 in die ewige Heimat abberufen.

Sr. M. Berchmana wurde am 30.11.1932 in Ratten, Stmk. geboren, kam aber mit Eltern und Geschwistern bald nach Brunn am Gebirge, NÖ., wo sie die Volksschule besuchte. Aus Berufsgründen des Vaters übersiedelte die Familie schließlich nach Wien. Hier absolvierte Sr. M. Berchmana die Haupt- und eine dreijährige Berufsschule. Der Ausbildung entsprechend arbeitete sie danach als Schneiderin. Die religiöse Atmosphäre der Familie und die katholische Jugend, deren eifriges Mitglied sie war, ließen die Berufung zum Ordensleben und zum Dienst an den Kranken reifen. Im September 1953 trat sie in unsere Ordensgemeinschaft ein. Nach der zeitlichen Profess am  10. Mai 1956 besuchte Sr. M. Berchmana die Krankenpflegeschule in Wr. Neustadt, die sie mit dem Diplom im September 1959 beendete. Bereits im Mai desselben Jahres legte sie die ewige Profess ab.

Bis 1988 war Sr. M. Berchmana als hingebungsvolle und fachlich hervorragende Krankenschwester tätig, zunächst viele Jahre in Wr. Neustadt, später im Hartmannspital (heute Franziskusspital) in Wien. In der Gemeinschaft der Schwestern wurde sie geschätzt wegen ihrer vielfältigen Begabungen, besonders aber wegen ihres Beispiels als Mitschwester und Franziskanerin. Ein großes Anliegen waren ihr eine tiefe Beziehung zum Herrn, das Lob Gottes durch eine würdevolle Feier der Liturgie und eine innige Marienverehrung. Sie liebte das gemeinschaftliche Leben und trug mit eigenen Gedichten, Liedern und humorvollen Einakterstücken an Festen bei.

In den weiteren Jahren war Sr. M. Berchmana Oberin in unseren Hausgemeinschaften in Wr. Neustadt, im Mutterhaus und im Josefsheim (Wien-Ober St. Veit). Einige Jahre gehörte sie als Generalrätin der Ordensleitung an. Alle diese Dienste führte sie mit großem Verantwortungsbewusstsein aus.

Nach Beendigung der Amtszeit im Josefsheim blieb sie weiterhin dort und widmete sich mit Freude der Pflege des Gartens. 2017 kehrte sie in das Mutterhaus zurück, um allmählich in der Pflegestation Aufnahme zu finden. Auch hier war sie beliebt wegen ihrer Güte und Friedfertigkeit, ihrem offenen und frohen Gemüt und ebenso geschätzt ob ihrer Disziplin. Negative Bemerkungen ließ sie nicht gelten. Trotz zunehmender Schwerhörigkeit war sie interessiert an Informationen von Gemeinschaft, Kirche und Welt. Gerne saß sie in den Aufenthaltsbereichen, um Mitbewohnerinnen, Mitarbeiterinnen und -schwestern zu begegnen, mit ihnen zu sprechen oder zu beten. Die Beschwernisse des Alters nahm sie gelassen und ergeben an.

Zeitlebens war Sr. M. Berchmana die Verbundenheit mit ihren Angehörigen wichtig. Mit Interesse nahm sie Anteil an deren Lebenswegen und begleitete sie stets mit ihrem Gebet. Wir alle bleiben Sr. M. Berchmana in großer Dankbarkeit verbunden.

Begräbnis: Freitag, 24. Juli 2026 um 13:00 Uhr am Friedhof Wien-Ober St. Veit, anschließend hl. Messe im nahen Pflegewohnheim San Damiano, Josef Kraft-Weg 9.

Parte Sr. M. Berchmana

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